Der Kopfschmerz nahm zu. Ach, warum mußte das sein? Er war doch heut so vergnügt gewesen!

Frau Adele rief vor der Türe seinen Namen und kam gleich darauf herein. Sie sah die Blumen an der Sonne liegen und wollte Pierre nach Wasser schicken, da sah sie ihn an und sah ihn schlaff und eingesunken im Sessel hängen, und große Tränen auf seinen Wangen.

„Pierre, Kind, was ist? Bist du nicht wohl?“

Er sah sie an, ohne sich zu bewegen, und schloß die Augen wieder.

„Rede doch, Herz, was fehlt dir? Willst du ins Bett? Wollen wir ein Spiel machen? Hast du Schmerzen?“

Er schüttelte den Kopf und machte ein abwehrendes Gesicht, als belästige sie ihn.

„Laß mich,“ sagte er flüsternd.

Und da sie ihn aufrichtete und an sich nahm, schrie er, einen Augenblick wie in Wut aufflackernd, mit entstellter hoher Stimme: „So laß mich doch!“

Gleich darauf ließ sein Sträuben nach, er sank in ihren Armen zusammen, und da sie ihn aufhob, stöhnte er schwach, senkte gequält das erbleichte Gesicht vornüber und schüttelte sich in einem Anfall von Erbrechen.

Dreizehntes Kapitel