Eines Tages kam ein Dorfjunge auf ihn zu und fragte: „Sag mir, wo hast Du die goldne Kette her um Deinen Leib?“
Der Narr stutzte — die Kette, die einst eisern war, war wirklich Gold; es war kein Traum, aber er wußte nicht, wann sie sich verwandelt hatte.
Er schlug sich wild an die Stirn — wo, ach wo, hatte er, ohne es zu wissen, endlich Erfolg gehabt?
Es war ihm zur Gewohnheit geworden, Kiesel aufzulesen, die Kette damit zu berühren und die Steine wegzuwerfen, ohne darauf zu achten, ob sie sich verwandelt hätte; so fand und verlor der Narr den Stein der Weisen.
Die Sonne sank tief im Westen, und der Himmel war golden.
Der Narr ging auf seiner eigenen Spur zurück, um von neuem den verlorenen Schatz zu suchen, mit erschöpfter Kraft, den Leib gebeugt, und das Herz im Staube wie ein entwurzelter Baum.
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Ob auch der Abend kommt mit langsamen Schritten, und allen Liedern das Zeichen zum Schweigen gegeben hat;