Wenn mein Geliebter kommt und bei mir sitzt, wenn mein Leib zittert und meine Augenlider sich senken, wird die Nacht schwarz, der Wind bläst die Lampe aus, und die Wolken ziehen Schleier über die Sterne.
Nur der Edelstein auf meiner eigenen Brust scheint und gibt Licht. Ich weiß nicht, wie ich ihn verbergen soll.
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Laß deine Arbeit, Braut. Horch, der Gast ist gekommen.
Hörst Du, er rüttelt sacht an der Kette, die die Türe hält?
Sieh zu, daß Deine Fußspangen nicht zu viel Lärm machen, und daß Dein Schritt nicht gar zu eilig ist, wenn Du ihm entgegengehst.
Laß Deine Arbeit, Braut, der Gast ist gekommen mit dem Abend.