„Dann wollen wir noch eine schöne Flasche Wein miteinander trinken.“
Er schellte nach Robert und gab ihm Aufträge. Mitten im Atelier stand Burkhardts neues Porträt, nahezu fertig. Sie standen davor und sahen es an, während Robert Tisch und Stühle rückte, Wein und Eis herbeitrug, Zigarren und Aschenschalen aufsetzte.
„Es ist gut, Robert, Sie können ausgehen. Morgen nicht wecken! Lassen Sie uns jetzt allein!“
Sie setzten sich und stießen miteinander an. Unruhig rückte der Maler im Sessel, stand wieder auf und drehte die Hälfte der Lichter wieder aus. Dann ließ er sich schwer in den Stuhl fallen.
„Das Bild ist nicht ganz fertig geworden,“ fing er an. „Nimm dir eine Zigarre! Es wäre nicht schlecht geworden, aber schließlich liegt nicht soviel daran. Und man sieht sich ja wieder.“
Er suchte sich eine Zigarre aus, schnitt sie bedächtig an, drehte sie zwischen nervösen Fingern und legte sie wieder weg.
„Du hast es diesmal hier nicht gerade glänzend getroffen, Otto. Es tut mir leid.“
Seine Stimme brach plötzlich, er sank vornüber, griff nach Burkhardts Händen und nahm sie fest in seine.
„Du weißt ja jetzt alles,“ stöhnte er müde, und ein paar Tränen fielen auf Ottos Hand. Allein er wollte sich nicht gehen lassen. Er richtete sich wieder auf, zwang seine Stimme zur Ruhe und sagte verlegen: „Entschuldige! Wir wollen einen Schluck trinken! Rauchst du nicht?“
Burkhardt nahm eine Zigarre.