„Nicht wahr, er sieht gut aus? Finden Sie, er gleiche meinem Mann?“

„Ein wenig, ja. Oder eigentlich mehr als nur ein wenig. Ich habe Johann in diesem Alter noch nicht gekannt, aber ich weiß noch ziemlich gut, wie er mit elf, zwölf Jahren ausgesehen hat. – Er scheint übrigens ein wenig überanstrengt. Wie? Nein, ich spreche von Johann. Hat er in der letzten Zeit sehr viel gearbeitet?“

Frau Adele sah ihm ins Gesicht; sie fühlte, daß er sie ausforschen wolle.

„Ich glaube wohl,“ sagte sie ruhig. „Er spricht sehr selten von seiner Arbeit.“

„Was malt er denn jetzt? Landschaften?“

„Er arbeitet oft im Park, meistens mit Modellen. Haben Sie Bilder von ihm gesehen?“

„Ja, die in Brüssel.“

„Hat er in Brüssel ausgestellt?“

„Gewiß, eine ganze Menge Bilder. Ich habe den Katalog mitgebracht. Ich möchte nämlich eines davon kaufen und hätte gerne von Ihnen gehört, was Sie davon halten.“

Er bot ihr ein Heft hin und deutete auf die kleine Reproduktion eines Bildes. Sie betrachtete das Bildchen, blätterte in dem Büchlein und gab es ihm zurück.