„Bitte, fange doch damit nicht wieder an! Du weißt, ich kann Pierre nicht allein hier lassen.“

Der Maler wurde zornig.

„Allein!“ rief er scharf. „Er ist nicht allein, wenn er bei mir ist.“

„Ich kann ihn nicht hier lassen, und ich will es nicht. Es ist unnütz, nochmals darüber zu streiten.“

„Natürlich, du willst nicht!“

Er schwieg, da Pierre zurückkam, und man ging zu Tische. Zwischen den beiden entfremdeten Menschen saß der Knabe und wurde von beiden bedient und unterhalten, wie er es gewohnt war, und sein Vater suchte die Mahlzeit recht lange hinzuhalten, denn nachher blieb der Kleine bei Mama und es war zweifelhaft, ob er heute nochmals ins Atelier kommen würde.

Zweites Kapitel

Robert war in dem kleinen Nebenraum beim Atelier damit beschäftigt, eine Palette und ein Bündel Pinsel auszuwaschen. Da erschien in der offenen Türe der kleine Pierre. Er blieb stehen und sah zu.

„Das ist eine dreckige Arbeit,“ urteilte er nach einer kleinen Weile. „Überhaupt, malen ist ja ganz schön, aber ich möchte doch nie ein Maler werden.“

„Na, überleg dir das noch einmal,“ meinte Robert. „Wo doch dein Vater so ein berühmter Maler ist.“