Als ich schliesslich diese Abenteuer meinem Freund, dem Theosophen in Lund, erzählte, erinnerte er sich einer Begebenheit, zu der er nie den Schlüssel finden konnte. Ein Arbeiter, den er kannte, besucht ihn und behauptet, ein antiker Kunstgegenstand sei irgendwo zu verkaufen, und bittet um einen Vorschuss von fünf Kronen. Nachdem der Mann den Betrag bekommen hat, ist er wie verschwunden und lässt sich während dreier Monate nicht wieder treffen.
Eines Sonntagabends ging der Theosoph mit seiner Frau durch eine Hinterstrasse, als er den Mann ein Stück vor sich auf demselben Trottoir erblickte. Da habe ich den Burschen endlich!
Der Theosoph lässt den Arm seiner Frau los und beeilt seine Schritte, als plötzlich der andere verschwunden, verdunstet ist. Da war keine Tür, kein Fenster, keine Kellerluke, um hineinzuschlüpfen und sich zu verbergen. Wie gewöhnlich, glaubte der Theosoph das Opfer einer Hallucination gewesen zu sein, zumal sich keine lebende Seele auf der Strasse befand; ein Irrtum der Person war also ausgeschlossen.
Dies ist die nackte Tatsache. Eine Erklärung für das Unerklärliche zu verlangen, ist ein Widerspruch. Wenn man bei einem lebenden Wesen die Fähigkeit anerkennt, die sichtbaren Lichtstrahlen dazu zu bringen, von ihrer Richtung abzuweichen, das heisst, die Amplitude der Refraktion zu verändern, ist etwa in diesem Haufen Worte eine Lösung des Problems zu finden, dessen Hauptpunkt sich in einem Warum und einem Wie verbirgt?
Bleibt nur übrig, dass es ein Wunder war! Mag es denn für ein Wunder gelten, bis man besseren Bescheid erhält; und während wir warten, lasst uns Tatsachen sammeln, ohne sie zu widerlegen zu suchen.
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Meines kleingläubigen Freundes Drangsale.
Grosse Verlegenheit empfinde ich, da ich daran soll, meines Freundes Abenteuer darzustellen, aber ich habe ihn im voraus um Verzeihung gebeten, und er weiss, wie uneigennützig meine Zwecke sind. Übrigens, da er selbst seine Verdriesslichkeiten jedem, der sie hören wollte, erzählt hat, ohne sie als ein Geheimnis unter Siegel zu legen, habe ich nur den unparteiischen Chronisten zu spielen; wenn man mich deshalb scheel ansieht, so bin ich es, der darunter zu leiden hat.
Mein Freund ist Atheist und Materialist, aber liebt das Leben, das er verachtet, und ist bange vor dem Tode, den er nicht kennt.