Dies wilde Leben währt bis zum Morgen!

Warum ich nicht beim Wirt Klage führe? Weil es mir im Laufe meines Lebens nie gelungen ist, recht zu bekommen. Dazu geboren und vorherbestimmt, unrecht zu bekommen, habe ich aufgehört, mich zu beklagen.

Am Morgen setze ich meine Reise fort, um die Steinkohlegruben, bei Höganäs zu besehen. Im selben Augenblick, wie ich ins Wirtshaus eintrete, um ein Fuhrwerk zu bestellen, beginnt der gewöhnliche Hexensabbath oben. Unter einem Vorwand, ich erinnere mich jetzt nicht, welcher, steige ich eine Treppe hinauf. Ein grosser Saal, der leer ist, ist alles, was ich dort finde.

Da die Gruben nicht vor zwölf Uhr besehen werden dürfen, lasse ich mich nach einem Fischerort einige Meilen nördlich fahren, von wo die Aussicht über den Sund sehr berühmt ist.

Als der Wagen durch den Schlagbaum vor dem Dorfe fährt, fühle ich auf einmal meinen Brustkorb von hinten zusammengeklemmt, ganz als ob jemand mir seine Knie in den Rücken stemme, und die Illusion ist so vollständig, dass ich mich umwende, um den Feind, der hinten aufsitzt, in Augenschein zu nehmen.

Da erhebt ein Schock Krähen ein entsetzliches Geschrei und fliegt über den Kopf des Pferdes; das scheut, bäumt sich, spitzt die Ohren und schwitzt grosse Tropfen. Es kaut am Zaum, und der Fuhrmann muss abspringen, um das Tier zu beruhigen.

Ich frage, warum das Pferd so unvernünftig bange würde, aber die Antwort steht in dem Blick zu lesen, den der Fuhrmann auf die Krähen richtet, die gleich einer Wolke uns noch einige Minuten folgen. Es ist eine ganz natürliche Begebenheit, aber von schlimmer Art und nach dem Volksglauben ein schlechter Vorbote!

Nach zwei Stunden Wegs ohne Nutzen für meine Studien, weil ein Nebel die Aussicht über den Sund verschliesst, fahren wir in das Dorf Mölle hinein. Entschlossen, die Bergspitze von Kullen zu Fuss zu besteigen, verabschiede ich den Kutscher und lasse ihn im Wirtshaus meine Rückkehr abwarten.

Als ich die Bergwanderung beendigt habe, komme ich in das Dorf zurück und lenke meine Schritte nach der Gastwirtschaft. Aber mir fehlt die Ortskenntnis und ich suchen einen Einwohner, um mich hin zu fragen. Nicht ein lebendes Wesen ist zu sehen, weder auf den Strassen noch anderswo. Ich klopfe an die Türen; keine Antwort. Am Vormittag um elf Uhr in einem Dorf von zweihundert Einwohnern nicht ein Mann, nicht eine Frau, nicht ein Kind, nicht einmal ein Hund! Und der Kutscher, das Pferd, der Wagen wie weggeblasen. Ich irre in den Gassen umher und finde nach einer halben Stunde die Gastwirtschaft. Sicher, meinen Fuhrmann dort zu haben, bestelle ich Frühstück; nachdem ich gegessen habe, bitte ich es dem Kutscher anzusagen.

—Welchem Kutscher?