»Na, wie denn, ein wenig spät?«

Und sogleich, ohne auf eine Antwort zu warten, schritt er, nachdem er einen Blick auf die Uhr geworfen hatte, weiter, um seinen Kaffee zu trinken.

Es war genau halb zehn.

Um zehn fuhr er, der Alte, ins Regierungsamt. Nikolai Apollonowitsch aber, der Jüngling, erhob sich aus dem Bett — zwei Stunden später. Jeden Morgen erkundigte sich der Senator nach der Aufstehzeit des Jüngeren. Und jeden Morgen faltete er unzufrieden das Gesicht.

Nikolai Apollonowitsch war des Senators Sohn.

Kurz, er war das Haupt eines Regierungsamtes . . .

Apollon Apollonowitsch Ableuchow zeichnete sich durch ruhmvolle Taten aus; mehr als ein Stern ist auf seine goldbestickte Brust niedergefallen: der Stern des Stanislaus und der Anna sogar: sogar der Stern des Weißen Adlers.

Und vor kurzem erglänzten an dem Wohnsitz patriotischer Gefühle die Strahlen des Diamantzeichens, nämlich: das Ordenszeichen — des Alexander Newski.

Wie war nun die gesellschaftliche Stellung der aus dem Nichts hier ins Leben gerufenen Persönlichkeit?

Ganz Rußland kannte Ableuchow wegen der ungemeinen Länge der von ihm gehaltenen Reden; diese Reden glänzten und spritzten geräuschlos Gifte auf die feindliche Partei; das Resultat dessen war, daß die Anträge dieser feindlichen Partei an den Stellen, auf die es ankam, abgelehnt zu werden pflegten. Mit der Einsetzung Ableuchows auf den verantwortlichen Posten hörte die Tätigkeit des neunten Departements auf. Gegen dieses Departement führte Ableuchow einen zähen Kampf auf dem Wege des Papiers oder, wo es anging, durch Reden. Die Reden des Senators durchflogen Kreise und Gouvernements, von denen manche ihrer Ausdehnung nach dem Deutschen Reich nicht nachstanden.