DIE JUNGE GATTIN

Frau Ernst gewidmet.

Immer rekonstruiere ich mir wieder

seine Leiden — — — wie er dalag auf finsterem

kaltem nassem Felde,

mit seiner Schußwunde!

Weshalb tue ich es?!?

Um nicht die Qual zu haben, ruhig zu werden,

obzwar die schwache armselige Seele nach

Beruhigung drängt!

Wenn er aus seiner Ohnmacht erwachte,

dachte er an mich. Nein, er dachte:

„Wann, wann wird jemand kommen, mich verbinden?!“

Dem fremden Retter harrte er entgegen.

Als keiner kam, da dachte er an mich!

O sei gesegnet, Schicksal,

daß ich wenigstens einen Augenblick lang

ihm noch etwas war!