Celia.
Komm, liebe Muhme,
Laß uns ihm danken und ihm Mut einsprechen;
Denn meines Vaters rauhe Art und Groll
Gehn mir ans Herz.—Herr, Ihr habt Lob verdient;
Wenn Ihr im Lieben Eur Versprechen haltet,
Wie Ihr verdunkelt, was man sich versprach,
Ist Eure Liebste glücklich.
Rosalinde (gibt ihm eine Kette von ihrem Halse).
Junger Mann,
Tragt dies von mir, von einer Glückverstoßnen,
Die mehr wohl gäbe, fehlt' es nicht an Mitteln.
Nun, gehn wir, Muhme?
Celia.
Ja—lebt wohl denn, edler Junker!
Orlando.
Kann ich nicht sagen: Dank? mein beßres Teil
Liegt ganz darnieder; was noch aufrecht steht,
Ist nur ein Wurfziel, bloß ein leblos Holz.
Rosalinde.
Er ruft uns nach—mein Stolz sank mit dem Glück—
Ich frag ihn, was er will.—Rieft Ihr uns, Herr?—
Herr, Ihr habt brav gekämpft und mehre noch
Besiegt als Eure Feinde.
Celia.
Komm doch, Mühmchen.
Rosalinde.
Ich komme schon. Lebt wohl!
(Rosalinde und Celia ab.)
Orlando.
Welch ein Gefühl belastet meine Zunge?
Ich kann nicht reden, lud sie gleich mich ein.
(Le Beau kommt.)