Edelknabe.
Herr, sein Nam' ist Tyrrel.

Richard.
Ich kenne schon den Mann; geh, Bursche, hol ihn her.—

(Edelknabe ab.)

Der tiefbedächt'ge schlaue Buckingham
Soll nicht mehr Nachbar meines Rates sein.
Hielt er so lang mir unermüdet aus
Und muß nun Atem schöpfen? Wohl, es sei.—

(Stanley tritt auf.)

Lord Stanley, nun? was gibt es Neues?

Stanley.
Wißt, gewogner Herr,
Der Marquis Dorset, hör ich, ist entflohn
Zum Richmond, in die Lande, wo er lebt.

Richard.
Catesby, komm her. Bring ein Gerücht herum,
Gefährlich krank sei Anna, mein Gemahl;
Ich sorge schon, zu Hause sie zu halten.
Find einen Mann von schlechter Herkunft aus,
Dem ich zur Frau des Clarence Tochter gebe;—
Der Jung' ist törlich, und ich fürcht ihn nicht.
Sieh, wie du träumst! Ich sag's nochmal: streu aus,
Anna, mein Weib, sei krank und wohl zum Sterben.
Ans Werk! Mir liegt zu viel dran, jede Hoffnung
Zu hemmen, deren Wachstum schaden kann.—

(Catesby ab.)

Heiraten muß ich meines Bruders Tochter,
Sonst steht mein Königreich auf dünnem Glas.
Erst ihre Brüder morden, dann sie frein!
Unsichrer Weg ~ Doch wie ich einmal bin,
So tief im Blut, reißt Sünd' in Sünde hin.
Beträntes Mitleid wohnt nicht mir im Auge.—
(Der Edelknabe kommt mit Tyrrel zurück.)
Dein Nam' ist Tyrrel?