Eduard.
So recht! ich schafft' ein gutes Tagewerk.—
Ihr Pairs, verharrt in diesem ein'gen Bund!
Ich warte jeden Tag auf eine Botschaft,
Daß mein Erlöser mich erlöst von hier;
Die Seele scheidet friedlich nun zum Himmel,
Da ich den Freunden Frieden gab auf Erden.
Rivers und Hastings, reichet euch die Hände,
Hegt nicht verstellten Haß, schwört Lieb' euch zu.

Rivers.
Beim Himmel, meine Seel' ist rein von Groll,
Die Hand besiegelt meine Herzensliebe.

Hastings.
So geh's mir wohl, wie ich dies wahrhaft schwöre.

Eduard.
Gebt acht! treibt keinen Scherz vor eurem König!
Auf daß der höchste König aller Kön'ge
Die Falschheit nicht zuschanden mach' und jeden
Von euch erseh', des andern Tod zu sein.

Hastings.
Mög' ich gedeihn, wie echte Lieb' ich schwöre!

Rivers.
Und ich, wie ich von Herzen Hastings liebe!

Eduard.
Gemahl, Ihr seid hier selbst nicht ausgenommen;—
Noch Eu'r Sohn Dorset;—Buckingham, noch ihr;—
Ihr waret widerwärtig miteinander.
Frau, liebe Hastings, laß die Hand ihn küssen,
Und was du tust, das tue unverstellt.

Elisabeth.
Hier, Hastings! Nie des vor'gen Hasses denk ich:
So mög' ich samt den Meinigen gedeihn!

Eduard.
Dorset, umarm ihn.—Liebt den Marquis, Hastings.

Dorset.
Ja, dieser Tausch der Lieb', erklär ich, soll
Von meiner Seite unverletzlich sein.