Lorenzo.
In solcher Nacht
Verleumdete die artge Jessica
Wie eine kleine Schelmin ihren Liebsten,
Und er vergab es ihr.
Jessica.
Ich wollt Euch übernachten, käme niemand.
Doch horcht! ich hör den Fußtritt eines Manns.
(Ein Bedienter kommt.)
Lorenzo.
Wer kommt so eilig in der stillen Nacht?
Bedienter.
Ein Freund.
Lorenzo.
Ein Freund? was für ein Freund? Eur Name, Freund?
Bedienter.
Mein Nam ist Stephano, und ich soll melden,
Daß meine gnädge Frau vor Tages Anbruch
Wird hier in Belmont sein; sie streift umher
Bei heilgen Kreuzen, wo sie kniet und betet
Um frohen Ehestand.
Lorenzo.
Wer kommt mit ihr?
Bedienter.
Ein heilger Klausner und ihr Mädchen bloß.
Doch sagt mir, ist mein Herr noch nicht zurück?
Lorenzo.
Nein, und wir haben nichts von ihm gehört.
Doch, liebe Jessica, gehn wir hinein;
Laß uns auf einen feierlichen Willkomm
Für die Gebieterin des Hauses denken.
(Lanzelot kommt.)