Sicinius.
Er ist verurteilt. Nichts mehr.
Cominius.
Laßt mich sprechen.
Ich war eur Konsul, und Rom kann an mir
Die Spuren seiner Feinde sehn. Ich liebe
Des Vaterlandes Wohl mit zartrer Ehrfurcht,
Heiliger und tiefer als mein eignes Leben,
Mehr als mein Weib und ihres Leibes Kinder,
Die Schätze meines Bluts. Wollt ich nun sagen—
Sicinius.
Wir wissen, was Ihr wollt. Was könnt Ihr sagen?
Brutus.
Zu sagen ist nichts mehr. Er ist verbannt
Als Feind des Volks und seines Vaterlands.
So soll's sein.
Die Bürger.
So soll's sein! So soll es sein!
Coriolanus.
Du schlechtes Hundepack! des Hauch ich hasse
Wie fauler Sümpfe Dunst; des Gunst mir teuer
Wie unbegrabner Männer totes Aas,
Das mir die Luft vergift't.—Ich banne dich!
Bleibt hier zurück mit eurem Unbestand,
Der schwächste Lärm mach euer Herz erbeben,
Eur Feind mit seines Helmbuschs Nicken fächle
Euch in Verzweiflung; die Gewalt habt immer,
Zu bannen eure Schützer—bis zuletzt
Eur stumpfer Sinn, der glaubt, erst wenn er fühlt,
Der nicht einmal euch selbst erhalten kann,
Stets Feind euch selbst, euch endlich unterwerfe
Als höchst verworfne Sklaven einem Volk
Das ohne Schwertstreich euch gewann. Verachtend
Um euch die Stadt—wend ich so meinen Rücken—
Noch anderswo gibt's eine Welt.
(Coriolanus, Cominius, Menenius, Senatoren und Patrizier gehn ab.)
Ädilen.
Des Volkes Feind ist fort! ist fort! ist fort!
Die Bürger.
Verbannt ist unser Feind! ist fort! Ho! Ho!
(Sie jauchzen und werfen ihre Mützen.)