Menenius.
Hat uns der Fuß gedient
Und wird vom Krebs geschädigt, denken wir
Nicht mehr der vor'gen Dienste?

Brutus.
Schweigt nur still.
Zu seinem Hause hin! reißt ihn heraus,
Damit die Ansteckung von giftger Art
Nicht weiter fort sich zünde.

Menenius.
Nur ein Wort.
So tigerfüßge Wut, sieht sie den Schaden
Der ungehemmten Eile, legt zu spät
Blei an die Sohlen.—Drum verfahrt nach Recht,
Daß nicht, da er beliebt, Partein sich rotten
Und unser hohes Rom durch Römer falle.

Brutus.
Wenn das geschäh!

Sicinius.
Was schwatzt Ihr da?
Wie er Gesetz' verhöhnte, sahn wir ja.
Ädilen schlagen! Trotz uns bieten! Kommt!

Menenius.
Erwägt nur dies: er ist im Krieg erwachsen;
Seit er ein Schwert mocht haben, lernt' er fein
Gesiebte Sprache nicht, wirft Mehl und Kleie
Nun im Gemengsel aus. Bewilligt mir,
Ich geh zu ihm und bring ihn friedlich her,
Wo nach der Form des Rechts er Rede steht
Auf seine äußerste Gefahr.

Erster Senator.
Tribunen,
Die Weis ist menschlich; allzu blutig würde
Der andre Weg, und im Beginnen nicht
Der Ausgang zu erkennen.

Sicinius.
Edler Menenius,
So handelt Ihr denn als des Volks Beamter;—
Ihr Leute, legt die Waffen ab.

Brutus.
Geht nicht nach Haus.

Sicinius.
Hin auf den Markt, dort treffen wir Euch wieder,
Und bringt ihr Marcius nicht, so gehn wir weiter
Auf unserm ersten Weg.