Beide Bürger.
Die Götter geben Euch Freude: das wünschen wir aufrichtig.
(Die Bürger gehn ab.)
Coriolanus.
O süße Stimmen!
Lieber verhungert, lieber gleich gestorben,
Als Lohn erbetteln, den wir schon erworben.
Warum soll hier im Narrenkleid ich stehn,
Um Hinz und Kunz und jeden anzuflehn
Um nutzlos Fürwort? Weil's der Brauch verfügt.
Doch wenn sich alles vor Gebräuchen schmiegt,
Wird nie der Staub des Alters abgestreift,
Berghoher Irrtum wird so aufgehäuft,
Daß Wahrheit nie ihn überragt. Eh zahm,
Noch Narr ich bin, sei aller Ehrenkram
Dem, den's gelüstet.—Halb ist's schon geschehn,
Viel überstanden, mag's nun weitergehn.
(Drei andre Bürger kommen.)
Mehr Stimmen noch!—
Eure Stimmen! denn für eure Stimmen focht ich,
Für eure Stimmen wacht ich, für eure Stimmen
Hab ich zwei Dutzend Narben; achtzehn Schlachten
Hab ich gesehn, gehört; für eure Stimmen
Getan sehr vieles, minder, mehr. Eure Stimmen!
Gewiß, gern wär ich Konsul.
Fünfter Bürger.
Er hat edel gehandelt, und kein redlicher Mann kann ihm seine
Stimme versagen.
Sechster Bürger. Darum laßt ihn Konsul werden. Die Götter verleihen ihm Glück und machen ihn zum Freund des Volkes.
Alle.
Amen! Amen!
Gott schütz dich, edler Konsul!
Coriolanus.
Würdge Stimmen!
(Die Bürger gehn ab.)