„Die Achtung vor dem Gegenstande,“ sagte ich, „sehen Sie, das mangelt den meisten sogenannt kultivierten Frauen! Das müßte man ihnen beibringen, von Kindheit an! Die Achtung vor der Puppe, dem Puppenschranke, vor den netten Möbeln im Zimmer. Die Sachen in Ordnung halten, reinigen, ist noch nicht: sie liebhaben und schätzen! Es ist eine sozusagen überkommene lederne fast lästige Pflicht. Sehen Sie, ich liebe z. B. diese Zigarettendose aus gemasertem und geflammtem und geschecktem Koreschkaholze. Ich sorge dafür, daß sie politiert bleibe wie am ersten Tage und ohne Kratzer! Da würde sie mir wertlos. Niemand darf sie mir daher in die Hand nehmen!“

„Ich auch nicht?! Ich aber doch!“ sagte Fräulein Angela.

„Nein, Sie auch nicht!“

„Das ist aber nicht sehr liebenswürdig!“ Und hatte sie schon zwischen den Fingern.

„Gans!“ sagte ich.

„Was, wegen so einer dalketen Dosen mich beleidigen!? Ah da schau her, der Narr!“

Und warf die Dose hin.

„Gans!“ sagte ich und putzte die Dose mit meinem Rehleder blank.

„Mit Ihnen bin ich fertig! Das also ist Ihre Verehrung?! Gut, daß ma’s waß!“