»O, doch!« schmollte sie. »Es war abscheulich von dir, mich so hinters Licht zu führen.«

»Ach, gewiß. Es war ja nur ein schlechter Scherz, weißt du. Komm, wir wollen uns jetzt verabschieden.«

»Aber, so warten Sie doch. Wegen des Postens. Sie wissen ja. Ich muß Ihnen doch den Posten geben,« warf mein Gönner ein.

»Ach,« erwiderte ich, »ich danke Ihnen tausendmal, aber ich brauche wirklich keinen.«

»Aber ich hätte Ihnen den allerbesten gegeben, den ich zu vergeben habe.«

»Ich danke Ihnen nochmals von ganzem Herzen, aber auch diesen brauche ich nicht.«

»Schäme dich, Henry! Du bist dem guten Herrn nicht halb so dankbar als er es verdiente. Darf ich ihm an deiner Statt den Dank abstatten?«

»Freilich, mein Liebchen. Ich bin nur neugierig, wie du das machen willst.«

Sie ging zu meinem Gönner hin, setzte sich ihm auf den Schoß, schlang ihren Arm um seinen Hals und gab ihm einen Kuß mitten auf den Mund. Dabei wußten sich die beiden alten Herren vor Lachen kaum zu fassen, während ich selbst vor Erstaunen wie versteinert dastand, bis Portia sagte:

»Papa, er hat gesagt, von all den Posten, die du zu vergeben hast, wolle er keinen einzigen annehmen, und das thut mir so weh, gerade als ob –«