Mutig sein, heißt die Furcht überwinden und beherrschen, nicht von Natur furchtlos sein. Wer nicht ein gut Teil Feigheit in sich hat, den kann man füglich nicht tapfer nennen, es wäre eine ganz falsche Anwendung des Wortes. Den besten Beweis dafür liefert uns – der Floh. Wäre völlige Furchtlosigkeit gleichbedeutend mit Mut, so müßte man ihn für das tapferste Geschöpf Gottes erklären. Er verfolgt dich mit seinen Angriffen, ob du wachst oder schläfst, trotzdem du ihm an Kraft und Größe so weit überlegen bist, wie die vereinigten Heere der Welt einem zarten Säugling. Tag und Nacht lebt der Floh in beständiger Gefahr angesichts des drohenden Todes, doch fürchtet er sich so wenig, wie jemand der in eine Stadt kommt, die vor tausend Jahren vom Erdbeben bedroht war. Wenn wir von Helden wie Clive, Nelson und Blücher sagen: »sie kannten keine Furcht«, so sollten wir immer auch den Floh mit erwähnen, und ihn an die Spitze stellen. –


Wenn du zornig bist, zähle bis vier; bist du sehr zornig, so fluche.


Alle sagen, wie traurig es ist, daß uns der Tod nicht erspart bleibt! – Klingt das nicht seltsam im Munde von Leuten, denen das Leben nicht erspart geblieben ist?


Nichts bedarf so sehr der Reform, als die Gewohnheiten anderer Leute.


Der Narr spricht: »Lege deine Eier nicht alle in einen Korb!« – was nichts anderes heißen soll als: »Verteile dein Geld und deine Wachsamkeit.« – Aber der Weise sagt: »Lege alle deine Eier in einen Korb – und dann gieb recht acht auf den Korb.«