„Na ... na! Herr Dokta, dössell konn i durchaus gar it vasprecha, und mit’n Schreib’n hon i’s überhaupts it. I tua ma scho so bluati hart, daß ’s höcha nimma geht ...“

„No ... no ... Matheiser, so schlimm ist das nicht. Später haben Sie vielleicht selber Freude daran ...“

„Dös glaab i gar it.“

„Da haben Sie vier Mark, und nun geben Sie mir Ihre Aufschreibungen!“

Hirtner nahm das Geld und wickelte das fettige Zeitungspapier auseinander.

„I ho’s in a Heft von mein Deandl einig’schrieb’n,“ bemerkte er, „müassen’s scho entschuldinga, bal’s it schö g’schrieb’n is ...“

„Das ist ganz nebensächlich ... nur her damit!“

Doktor Habergais nahm nicht ohne Hast das verschmierte, öl-, tinten- und fettfleckige Heft an sich und öffnete es.

Es war wirklich auf den ersten Blick zu erkennen, daß hier eine ungeübte, schwere Hand gewaltet hatte, aber das gerade verlieh dem Ganzen einen gewissen Reiz.

Wie die Buchstaben bald schief, bald gerade standen, wie die Zeilen bergauf und talab liefen, wie hier die Feder sich gesträubt und dort festgehakt hatte, wie sie hier ausgeglitten war und dort sich mühsam in das Papier eingebohrt hatte, wie unter verwischten, aufgeschleckten länglichen und runden Klecksen Buchstaben, halbe Worte, ganze Worte versteckt lagen, alles das war unvergleichlich anziehender als etwa eine glatte, charakterlose Schrift.