In den Ruffs für die Maschinerie standen der Mechaniker und seine Gehilfen auf Posten, um jedes Manöver auszuführen, das ihnen durch Zeichen anbefohlen wurde. Der „Albatros“ senkte sich sofort nach dem Meere zu und hielt etwa fünfzig Fuß darüber an.
Wie die beiden Collegen sich überzeugen konnten, war hier kein Schiff in Sicht, so wenig wie eine Küste, welche sie hätten schwimmend erreichen können, vorausgesetzt, daß Robur sie nicht wieder ergreifen ließ.
Mehrere Dunst- und Wasserstrahlen, welche sie durch die Nasenlöcher austrieben, verkündeten die Anwesenheit von Walfischen, welche, um zu athmen, einmal auf die Oberfläche kamen.
Tom Turner hatte sich, unterstützt von einem seiner Kameraden, am Vordertheil aufgestellt. Ihm nahe zur Hand lag eine jener Wurfbomben californischen Fabrikats, welche mit einer Art Büchse abgeschossen werden. Jene besteht aus einem Metallcylinder, der mit einer ebenso geformten Bombe endigt, welche in eine Stange mit widerhakigen Spitzen ausläuft. Von dem Vordercastell aus, das er eben bestieg, gab Robur mit der rechten Hand dem Mechaniker und mit der linken Hand dem Steuermann die nöthigen Zeichen, wie sie manövriren sollten; so beherrschte er den Aeronef sowohl in wagrechter, wie in senkrechter Richtung.
„Ein Walfisch! ... Ein Walfisch!“ rief Tom Turner noch einmal.
Eben tauchte wirklich der Rücken eines solchen Cetaceers etwa vier Kabellängen vor dem „Albatros“ auf.
Der Aeronef stürzte gleichsam auf ihn zu und hielt, als er sich kaum noch sechzig Fuß über dem Thiere befand, schnell an.
Tom Turner hatte seine, in einer an der Reeling befestigten Gabel liegende Büchse angeschlagen. Der Schuß krachte und das Geschoß, das eine lange, mit ihrem Ende am Verdeck angebundene Leine mit sich riß, schlug in den Körper des Walfisches ein. Die mit leicht entzündlichen Stoffen gefüllte Bombe explodirte und schleuderte dabei eine Art kleinere, zweiarmige Harpune, die sich in das Fleisch des Thieres einkrallte.
„Achtung!“ rief Tom Turner. Trotz ihrer herzlich schlechten Laune betrachteten Onkel Prudent und Phil Evans dieses Schauspiel doch mit aufrichtigem Interesse.
Der schwer verwundete Walfisch hatte das Meer mit dem Schwanze so furchtbar gepeitscht, daß das Wasser bis zum Vordertheil des Aeronefs hinaufspritzte; dann tauchte derselbe bis zu großer Tiefe hinab, während man die Leine schnell nachgleiten ließ; letztere war übrigens in einem mit Wasser gefüllten Fasse zusammengelegt, um durch die Reibung nicht Feuer zu fangen. Als der Walfisch wieder an die Oberfläche kam, suchte er so schnell als möglich in der Richtung nach Norden zu entfliehen.