— Vielleicht.
— Auch nicht, wann er zurückkehren könnte.
— Vermutlich, wenn er mit seiner Cursbestimmung fertig ist.“
Hiermit verschwand Tom Turner schon wieder in seinem Ruff.
Phil Evans mußte sich wohl oder übel mit dieser Antwort begnügen, welche umso weniger beruhigend erschien, als eine fortgesetzte Beobachtung des Compasses ihm lehrte, daß der „Albatros“ noch immer nach Südwesten weiter steuerte. Welcher Unterschied aber zwischen dem seit der Nacht verlassenen Gebiete des schlimmen Landes und der Landschaft, die sich jetzt unten auf der Erde entrollte!
Nachdem der Aeronef tausend Kilometer von Omaha aus zurückgelegt, befand er sich über einer Gegend, welche Phil Evans aus dem Grunde nicht zu erkennen vermochte, weil er sie vorher noch niemals besucht hatte. Einige Forts, mit dem Zwecke, die Indianer im Schach zu halten, bekrönten die Bluffs mit ihren geometrischen Linien, welche mehr aus Palissaden, als aus Mauerwerk bestanden; Dörfer gab es nur wenige und ebenso wenig Bewohner in diesem von dem goldführenden, einige Grade südlicher liegenden Gebiete Colorados so auffallend verschiedenen Landstriche.
In der Ferne erhob sich, vorläufig nur in verschwindenden Umrissen, eine Reihe von Bergkämmen, welche die aufsteigende Sonne mit feurig leuchtendem Kranze schmückte.
Das waren die Felsengebirge.
Zum ersten Male an diesem Morgen beobachteten Onkel Prudent und Phil Evans eine empfindliche Kälte. Die Erniedrigung der Temperatur war aber nicht etwa einem Witterungsumschlage zuzuschreiben, denn die Sonne leuchtete fortwährend in hellem Glanze.
„Das wird von der Erhebung des „Albatros“ in der Atmosphäre herkommen,“ meinte Phil Evans.