Inzwischen gab Frycollin einige unzweifelhafte Zeichen seiner unbehaglichen Lage von sich. Ob er nun krampfhaftes Krümmen im Magen empfand oder die Einschnürung ihm einen Krampf der Glieder zugezogen hatte, jedenfalls begann er jämmerlich zu lamentiren.

Onkel Prudent glaubte seinen Qualen ein Ende machen zu müssen, indem er die Stricke, welche den Neger fesselten, durchschnitt.

Fast hätte er Ursache gehabt, diese Regung von Mitleid zu bedauern. Sofort begann Jener nämlich eine endlose Litanei, in der Ausbrüche des Entsetzens und — Klagen über Hunger die Hauptrolle spielten. Frycollin litt ebenso sehr im Kopfe, wie im Magen, so, es wäre schwierig gewesen, zu entscheiden, welchem dieser beiden Organe am meisten Schuld an dem Jammern des Negers beizumessen war.

„Frycollin!“ rief Onkel Prudent.

„Master Onkel! Master Onkel!“ antwortete der Neger mit kläglichem Geschrei.

„Es ist möglich, daß wir verdammt sind, in diesem Gefängnisse Hungers zu sterben. Wir sind aber entschlossen, Alles, was irgend verzehrbar erscheint, zu verbuchen, um unser Leben zu verlängern.

— Und mich aufzuzehren? jammerte Frycollin.

— Wie man es unter solchen Umständen mit einem Neger stets macht! Sorge also, Frycollin, daß Du Dich uns nicht zu sehr bemerkbar machst ...

— Oder Du wirst fri–cas–sirt!“ setzte Phil Evans hinzu.

Frycollin bekam wirklich Angst, daß sein Leichnam in Anspruch genommen werden könnte, das Leben zweier Männer zu verlängern, das jedenfalls werthvoller war, als das seinige. Er begnügte sich also, nur noch im Stillen zu seufzen.