Mit ausgestreckten Händen und gespreizten Fingern tasteten Beide an der Wand des kleinen Raumes umher, um einen Riß oder eine Spalte zu entdecken. Vergeblich. Es fand sich hier ebenso wenig davon, wie an der Thür. Diese erwies sich fast hermetisch geschlossen, und es wäre unmöglich gewesen, das Schloß derselben zu sprengen. Man mußte also ein Loch herzustellen suchen, um durch dasselbe zu entkommen. Dabei trat nun die Frage hervor, ob die Bowie-Messer die Wand anzugreifen im Stande seien, ob ihre Klingen sich nicht verbiegen oder bei dem Vorhaben gar zerbrechen würden.
„Doch woher stammt jenes Zittern, das gar nicht aufhört? fragte Phil Evans, der sich über das immer fortdauernde frrr nicht beruhigen konnte.
— Es ist ohne Zweifel der Wind, meinte Onkel Prudent.
— Der Wind? ... Bis Mitternacht schien mir, als ob die Luft ganz ruhig gewesen wäre ...
— Gewiß, Phil Evans, doch, wenn es der Wind nicht sein soll, was halten Sie denn für die Ursache?“
Phil Evans versuchte, nachdem er die beste Klinge seines Messers aufgeklappt, in die Wand nahe der Thür einzuschneiden. Vielleicht genügte es hier, eine Oeffnung zu machen, um diese von außen zu öffnen. wenn sie nur durch einen Riegel versperrt oder der Schlüssel im Schlosse stecken geblieben war.
Wenige Minuten Arbeit reichten hin, die Klinge des Bowie-Messers zu verderben, die Spitze desselben abzubrechen und es in eine tausendzähnige Säge zu verwandeln.
„Es greift wohl nicht, Phil Evans?
— Nein.
— Sollten wir uns in einer Zelle aus Stahl befinden?