Der Obersteuermann ging aber kaum daran, diesem Befehle nachzukommen, als eine furchtbare Explosion den „Albatros“ erschütterte. Die Ruffs flogen in Stücke. Die elektrischen Lampen verlöschten, da ihnen der Strom plötzlich fehlte, und es ward vollständig finster. Doch wenn auch gleichzeitig die meisten Auftriebsschrauben verbogen oder theilweise zertrümmert und dadurch wirkungslos geworden waren, so drehten sich wenigstens noch mehrere nahe dem Bug ungestört weiter.
Pötzlich öffnete sich auch der Aeronef ein wenig hinter dem ersten Ruff, dessen Accumulatoren noch immer die vordere Triebschraube in Thätigkeit erhielten, und der hintere Theil des Decks senkte sich ebenso schnell nach abwärts. Fast gleichzeitig standen die hinteren Auftriebsschrauben still und der „Albatros“ stürzte in die Tiefe hinab.
Das bedeutete für die acht Männer, welche sich gleich Schiffbrüchigen an dieses Wrack klammerten, einen Sturz von dreitausend Metern.
Derselbe mußte obendrein noch um so schneller erfolgen, als die vordere Triebschraube, deren Achse jetzt senkrecht stand, noch immer arbeitete.
Da ließ sich Robur, der in dieser verzweifelten Lage eine ganz außerordentliche Kaltblütigkeit an den Tag legte, bis zu dem halb weggesprengten Ruff gleiten, ergriff den Steuerungshebel und veränderte sofort die Drehungsrichtung der Schraube, welche nun statt vorwärts nach aufwärts trieb.
Der Absturz wurde dadurch zwar nicht aufgehalten, aber doch wenigstens verlangsamt; das Wrack fiel nicht mehr mit der zunehmenden Geschwindigkeit nieder, welche alle nur der Wirkung der Schwerkraft unterworfenen Körper zeigen. Und wenn auch allen lebenden Wesen auf dem „Albatros“ noch immer der Tod drohte, weil sie rettungslos in's Meer stürzen mußten, so war es doch nicht mehr der Tod durch Erstickung inmitten der wegen rasender Schnelligkeit des Falles unathembar werdenden Luft.
Vierundzwanzig Secunden nach der Explosion war, was vom „Albatros“ noch übrig war, in den Fluthen versunken.