— Gut ausgedacht!“ antwortete Phil Evans.
Die beiden Collegen waren, wie man hieraus ersieht, schon dahin gelangt, mit größter Kaltblütigkeit das schreckliche Vernichtungswerk zu besprechen, durch das auch sie mit untergehen sollten. Sie trugen eben eine solche Summe von Haß gegen Robur und seine Leute in sich, daß ihnen selbst die Aufopferung des eigenen Lebens nicht zu groß erschien, nur um den „Albatros“ und Alle, die er mit durch die Lüfte führte, mit einem Schlage zu vernichten. Zugegeben, daß diese That ein sinnloses, ein verruchtes Unterfangen war; nach vollen fünf Wochen eines nie zum Ausbruch gekommenen Zornes, einer nie besänftigten stillen Wuth ließen sie sich durch eine solche Kleinigkeit nicht mehr abhalten.
„Und Frycollin? warf Phil Evans noch ein; steht uns das Recht zu, ohne ihn zu fragen, auch über sein Leben zu verfügen?
— Wir opfern ja auch das unsrige,“ entgegnete Onkel Prudent.
Es dürfte zweifelhaft sein, daß Frycollin das als stichhaltigen Grund angesehen hätte.
Onkel Prudent ging also sofort an's Werk, während Phil Evans vor dem Ruff Wache hielt.
Die Mannschaft war noch immer am Vordertheil beschäftigt und eine Ueberraschung vorläufig also kaum zu fürchten.
Onkel Prudent begann damit, eine geringe Menge Pulver zu Mehl zu verreiben. Nachdem er dasselbe leicht angefeuchtet, füllte er es, um eine Lunte zu erhalten, in einen engen, aus Leinwand herstellten Schlauch. Durch eine vorläufige Probe überzeugte er sich, daß diese binnen zehn Minuten fünf Centimeter weit verglimmte, bei der Länge von einem Meter also drei und einhalb Stunden ausreichen mußte. Er löschte die Lunte nun wieder aus, umwand sie fest mit Bindfaden und führte das Ende derselben in das Zündhütchen ein.
Alles das war, ohne den geringen Argwohn Anderer zu erwecken, um zehn Uhr Abends vollendet.
Da trat Phil Evans wieder zu seinem Collegen in die Cabine.