„Jedenfalls. Den kann man ja unterwegs kaufen.“
Als Albert nach Tische weggegangen war, bat Frau Veraguth ihren Mann noch zu bleiben. Sie setzte sich in ihren Korbstuhl am Fenster und er trug seinen Sessel zu ihr hinüber.
„Wann wirst du denn reisen?“ fragte sie einleitend.
„O, das kommt ganz auf Otto an, ich richte mich natürlich nach ihm. Ich denke, etwa Ende September.“
„So bald schon? Ich habe noch wenig darüber nachdenken können. Pierre nimmt mich jetzt eben in Anspruch. Aber ich glaube, du solltest seinetwegen nicht zuviel von mir verlangen.“
„Das will ich auch nicht, ich habe mir das heute nochmals überlegt. Du sollst in allem volle Freiheit haben. Ich sehe ein, es geht nicht an, daß ich in der Welt herumreise und dabei verlange, zugleich hier in deinen Angelegenheiten mitzusprechen. Du mußt in allem tun, was dir gut scheint. Du sollst nicht weniger Freiheit haben, als ich für mich beanspruche.“
„Aber was soll mit dem Hause hier geschehen? Allein hierbleiben möchte ich nicht, es ist zu abgelegen und zu weitläufig, und es sind hier auch zu viele Erinnerungen, die mich stören.“
„Ich sagte dir schon, ziehe wohin du willst. Roßhalde gehört dir, das weißt du, und ich werde das vor meiner Abreise noch sicherstellen, für alle Fälle.“
Frau Adele war blaß geworden. Sie beobachtete ihres Mannes Gesicht mit fast feindseliger Aufmerksamkeit.
„Du sprichst beinahe so,“ warf sie mit bedrängter Stimme hin, „als ob du nicht mehr zurückzukommen dächtest.“