Er gab dem Kinde einen flachen, vielzackigen Schlüssel und ließ ihn die Schlösser eines Koffers öffnen. Dann ward der Deckel aufgeklappt, und gleich das erste, was obenauf lag und in die Augen stach, war ein umgekehrter, flacher Korb von bunter, malaiischer Flechtarbeit, der wurde umgedreht und von Papieren befreit, und innen lagen zwischen Papieren und Lappen die schönsten phantastischen Muscheln, wie man sie in exotischen Hafenstädten zu kaufen bekommt.

Pierre bekam die Muscheln geschenkt und wurde ganz still vor Glück, und den Muscheln folgte ein großer ebenhölzerner Elefant und ein chinesisches Spielzeug mit beweglichen grotesken Holzfiguren, und schließlich eine Rolle greller, leuchtender chinesischer Bilderbogen, voll von Göttern, Teufeln, Königen, Kriegern und Drachen.

Während der Maler dem Knaben diese Dinge bestaunen half, packte Burkhardt die Ledertasche aus und verteilte Nachtschuhe, Wäsche, Bürsten und dergleichen Dinge im Schlafzimmer. Dann kehrte er zu den beiden zurück.

„So,“ sagte er ermunternd, „genug gearbeitet für heute. Nun das Vergnügen. Können wir jetzt einmal ins Atelier gehen?“

Pierre blickte empor und wieder, wie bei der Ankunft des Wagens, betrachtete er mit Verwunderung das bewegte und freudig verjüngte Gesicht seines Vaters.

„Du bist so lustig, Papa,“ sagte er anerkennend.

„Jawohl,“ nickte Veraguth.

Aber sein Freund fragte: „Ist er denn sonst nicht so lustig?“

Pierre blickte verlegen von einem zum anderen.

„Ich weiß nicht,“ meinte er zögernd. Dann aber lachte er wieder und sagte bestimmt: „Nein, so vergnügt bist du noch gar nie gewesen.“