Damals — ließ ich dich gehn. — Verzeih! Welch ein Narr ich war!

Herr Gott, was bist du gegen diese Hühner um mich her?

Du Dämon, du kühler, brennender!

Du verstehst dich darauf, Feuer zu schüren, du, mit deinem göttlichen Körper!“

Er hielt sie an sich gedrückt — brutal, heftig, wie ein Opfer.

„Und du liebst mich noch! — Du wirst mich lieben. Du wirst alles genießen, alle Zärtlichkeit der Welt.

Was für ein Leben führst du denn, das dich so auf die Erde wirft, wie eine Bacchantin und gekreuzigt stehen läßt, wie eine Märtyrerin du dummes Schätzchen!“

Er drang auf sie ein, unwiderstehlich durch Entsetzen ihre Kräfte lähmend.

„Weißt du auch, was dein Haß bedeutet — weißt du’s? Du? Du — du? Du Märtyrerin, sehnsuchtsvolle, du hast geschmachtet! Geschmachtet! Geschmachtet — und dich selbst betrogen. Du haßt mich, weil ich dich gehen ließ damals, weil ich auf deine Künste nicht hereinfiel — tolles Geschöpf.“

Mit einem wilden Ruck hatte Isolde sich ihm entwunden, war auf etwas losgestürzt. „Wie einen Hund!“ schrie sie.