Thut doch etwas ganz Erstaunliches! Etwas, worüber die Welt in Lachen ausbricht, in Zorn und Wut. Weil ihr zu trotten versucht, wie der Mann trottet, so schwer und bedächtig — glaubt ihr, ihr habt es schon erreicht, was ihr wollt — oder werdet’s erreichen? — O weh, etwas Altes!“

Aber das klagende Stimmchen im Raum ist noch so jung.

„Ich beschwöre euch, thut etwas Königliches, etwas Freies! Nichts Althergebrachtes. Nichts Kluges — nichts Vernünftiges — laßt die That der Frau wie eine lang verschüttete, eingeengte Quelle mächtig rücksichtslos hervorsprudeln — thut etwas, das davon zeugt, daß ihr den großen Willen habt, den weltüberwindenden Willen. Breitet eure großen Flügel aus wie Glucken. Bereitet dem jungen starken Weib ein Nest.

Ein eignes Nest mitten in der harten, frechen Welt. Baut eine uneinnehmbare Veste aus eurem Willen. Ohne daß ein Funke von Verachtung in eurem Blick aufsteigt, laßt in unangetasteter Reinheit das junge Weib ein Kind ihr eigen nennen dürfen. — Ein Kind und Arbeit! Gebt ihnen Arbeit, bei der ihnen die Seele weit wird, und ein Kind, das ihnen das Herz froh macht. Seht ihr — ich gebe euch den großen Willen — nehmt ihn!

Laßt sie nicht in der Arbeit, nach einem Kind hungernd, wie ein Raubtier verlangen.

Macht etwas Ganzes aus ihr!

Breitet eure großen Flügel aus wie Glucken und laßt ihnen nichts geschehn!

Schützt sie, und sie sind geschützt, sagt, sie sind ehrbar — und sie sind ehrbar.

Schlagt ihn, er hat keinen Freund!

Aber hat er einen Freund, wer will den Menschen dann berühren? Wer kann ihm ernstlich schaden?