Wie ein Jubel, wie eine erstickende Seligkeit war es über sie gekommen. Es schien ihr gelungen, was sie gewollt hatte.

In dem Buddhahaupte lag das Königliche, das ganz Souveräne, die große, seltene Menschenmajestät, die noch über dem Menschenschmerz steht, der das Größte auf Erden und über der Erde ist.

Du ungeheurer Todesschmerz, Leidens- und Lebensschmerz, du bist zu besiegen!

In Isoldens Augen waren heiße Thränen gestiegen. In Wahrheit, ihr erschien das Haupt das zu sein, was es sein sollte, wie sie es in langer leidenschaftlicher Hingebung ersehnt hatte.

Schien es ihr nur so — oder war es wirklich so?

Im Augenblick — jetzt in dieser Stunde war es so.

Sie glaubte, wenn sie auch im voraus wußte, daß sie wieder zweifeln würde.

Sie ging wie über der Erde schwebend in ihrem lichtvollen Raum auf und nieder.

Keine Schwere!

Und es hob sie, daß das Werk für diese beiden Menschen bestimmt sei — für ihre liebsten Menschen auf Erden. Für ihn und sie! Daß sie das ihnen geben durfte und konnte.