Als Isolde endlich allein in ihrem Zimmer war, schloß sie die Thür und warf sich auf den Fußboden.

Draußen schalt der Vater weiter und die Mutter weinte einmal laut auf.

Langgestreckt lag Isolde; — ein Schwindel erfaßte sie.

So tief, so tief, so dunkel und sie mitten darin!

Heute sollte sie ihn noch sehen und auch die Schwester — da griff sie mit den Armen in die Luft, da wollte sie wieder etwas fassen.

Auf den Boden warf sie sich vor ihr Bett und biß in den Fuß des Bettes, und verbiß sich darin, wie ein wundes Tier, das mit dem Tode kämpft.

Ihre Augen fielen auf das Konsol mit dem Schädel darauf. Da hockte sie sich zurecht, die Arme um die Kniee, und starrte dem Schädel in Verzweiflung in die leeren Augenhöhlen und starrte und vergaß die Zeit.

Sie wollte denken — aber es ging nicht. Es war ja auch alles ganz gleich. Sie fing an zu singen, einen leierigen Gassenhauer.

Wie mit einem Messer schnitt sie dies Singen; — dann sang sie weiter übermütig lustig.

Wie that das?