Jetzt aber gedachte sie es sich wohl sein zu lassen.

Ja und sie begann mit Trotz, der halb mit bösem Gewissen versetzt war, dieses Sich-wohl-sein-lassen zu genießen.

„Und ich thu es eben! — Ich thu es!“

Sie that es.

Ihre Speisekammer ließ sie weißen und ging in den Konsumverein mit ihrem alten, etwas fettigen Büchlein, um sich Vorräte zu kaufen. — Vorräte!

Ihr Herz, ihre Nerven erzitterten vor Erregung.

Sie wählte und wählte, von diesem und jenem — vom Besten — und sann wie ein Kind:

„Was noch? Was noch?“

Und dann kam eine ganze Ladung ins Haus, als wollte sie ein Wirtshaus eröffnen.

Ganz allein saß sie lange Zeit mitten unter ihren Schätzen und ein Friede kam über sie, wie aus einer andern Welt; oder als wäre sie nach schwerer langer Wanderung endlich in ein Obdach gekommen. Ganz erschöpft so im Gefühl der Sicherheit sitzt sie und hört den schweren, stechenden, klatschenden Regen, dem sie so lang ausgesetzt war. Sie hört ihn — und hört ihn — und denkt wie es gewesen und fühlt ihre schwere Mattigkeit und daß sie nun ……