Wie geschmeidig sahen die jungen Körper in den stumpfen seidenunterfütterten schwarzen Kleidern aus.
Donnerstag! das war ’was andres, als was die Alte mit der „Störminna“ fertig bekam! Er fühlte sich gehoben und war stolz auf seine Vaterschaft.
Zwei gute Partien im Haus!
„Ja, Bamsen,“ sagte er, „heute seid ihr eigentlich erst geboren. Ein guter Schneider ist halt doch mehr wert als die beste Mutter.“
Er sprach im Prophetenton und schien großartiger Laune zu sein, dampfte und schnob Lebensfreudigkeit von sich, wie eine Lokomotive. Etwas Mächtiges war in ihm; der Raum, in dem er sich befand, schien unbedingt zu eng für ihn und seine kraftvolle Freudigkeit zu sein.
„Na, Alte, nun hat die Sache ein andres Gesicht bekommen!“
Triumphierend, wie ein Eroberer, schaute er auf seine Frau, die, ermüdet von der Reise, still auf ihrem gewohnten Platz saß.
Ihr Trauerkleid war in keinem ersten Geschäft gemacht. Es war ihr etwas hergerichtetes, altes schwarzes Sonntagskleid, und ein geschmackloser Trauerhut, mit steifem, grauschwarzem Schleier, der sicher aus einem Ausverkauf stammte, lag neben ihr auf dem Sofa.
„Hennenhirn!“ sagte Doktor Frey und befühlte den starkgeleimten schwarzen Krepp.
„Daß i net lach!“ sagte er.