„Wir sagen den Kindern alles zu einer bestimmten Stunde, meine Frau notiert sich ihre Versehen,“ begann der Professor, „und dann teilen wir Atman und Mitra unser Urteil vollkommen leidenschaftslos mit, oder wir setzen uns in Rapport mit ihnen, wenn sie schlafen.“
„Na, dann vergessen Sie’s nur auch mit den Clematis nicht und versuchen Sie mal jetzt, zu einer Ausnahmsstunde, es ihnen begreiflich zu machen, daß sie die Blumen in Ruh lassen sollen.“
Frau Lu war etwas ungeduldig; aber doch sehr belustigt.
„Ja, das werde ich,“ sagte der Professor ruhig.
„Lassen Sie mich, liebster Herr Professor,“ bat die Komtesse flehend, „ich bitte Sie.“
„Nun, versuchen Sie’s, Komtesse. Ruhig sich konzentrieren. Sie müssen sich ein „Blank“ schaffen, eine absolut stille Fläche in der Seele. Sie wissen ja.“
Die Komtesse saß schon und konzentrierte sich.
„Lassen wir jetzt unsere liebe Freundin,“ sagte der Professor.
Die Komtesse versank buchstäblich in sich selbst, erhob sich dann in ihrer ganzen imposanten Länge, schritt mit starren Augen auf die Adepten zu, die sich um die abgerissenen Blüten und Ranken rauften, und wollte sie stumm beeinflussen.
Sie stand mit dem geradesten aristokratischen Rückgrat vor Atman und Mitra, die Augen unbeweglich, einen ungeheueren Frieden auf dem Gesicht. Das erschreckte aber die Adepten; sie starrten ihrerseits auf die merkwürdige Erscheinung und Atman fing zu heulen an.