Endlich bin ich des Suchens müde geworden, und will über deine
Afterkopien ein bitteres Lachen ausschütten.

Dort, der Regent, ernährt eine Menge schöner Geister, und braucht sie des Abends, wenn er sich von den Sorgen des Staats durch Schwänke erholen will, zu seinen lustigen Räten. Wieviel fehlt ihm, ein Mäcen zu sein!

Nimmermehr werde ich mich fähig fühlen, eine so niedrige Rolle zu spielen; und wenn auch Ordensbänder zu gewinnen stünden.

Ein König mag immerhin über mich herrschen; er sei mächtiger, aber
besser dünke er sich nicht. Er kann mir keine so starken
Gnadengelder geben, daß ich sie für wert halten sollte,
Niederträchtigkeiten darum zu begehen.

Corner, der Wollüstling, hat sich in meine Lieder verliebt. Er hält mich für seinesgleichen. Er sucht meine Gesellschaft. Ich könnte täglich bei ihm schmausen, mich mit ihm umsonst betrinken, und umsonst auch die teuerste Dirne umfangen; wenn ich nur mein Leben nicht achtete; und ihn als einen zweiten Anakreon preisen wollte. Ein Anakreon, daß es den Himmel erbarme! welcher das Podagra und die Gicht hat, und noch eine andre Krankheit von der man zweifelt, ob sie Columbus aus Amerika gebracht hat.

[Bruchstück einer Ode auf den Tod eines Freundes]

Die ich dich nie dem Chor unschuldger Scherze raubte,
Und schwer beklemmt zu bangen Klagen rief,
Die Rosen heut, o Muse, von dem Haupte,
Das gestern noch im Schoß der frohen Jugend schlief;
Und aus der freien Rechte
Den fürchterlichen Stab,
Den, als der Pindus jüngst in Libers Laube zechte,
Dir der vergnügte Wirt zum Freundschaftspfande gab;
Reiß schnell, der Weste Spiel, das flatternde Gewand
In schmutzig unachtsame Falten!
Und trenn mit ungestümer Hand
Die Perlenschnur, bestimmt das güldne Haar zu halten.

***

Nun nimm sie hin, die mir getreuen Saiten,
Und stimme sie zum Trauerten herab,
Zum Ton geschickt die Seufzer zu begleiten,
Und fromm zu schallen um ein Grab.