Bei einem Spaziergang, den ich in die Umgebung des Dorfes mache, führt mich der Bach zu dem Hohlweg, der zwischen den beiden Bergen läuft und "Schluchtweg" heisst. Der Eingang, dem eingestürzte Felsen ein wahrhaft erhabenes Aussehen geben, zieht mich in ganz seltsamer Weise an. Der Berg, der die verlassene Burg trägt, stürzt senkrecht herab, um das Tor der Schlucht zu bilden, in dem der Bach in den Mühlfall übergeht. Durch ein Spiel der Natur hat der Felsen die Form eines Türkenkopfes angenommen; niemand der Bevölkerung bestreitet die Ähnlichkeit.

Weiter unten lehnt sich der Schuppen des Müllers an die Felswand des Berges. Am Türschloss hängt ein Bockshorn, das Wagenschmiere enthält: dicht daneben lehnt der Besen.

Obwohl dies alles natürlich und gewöhnlich ist, frage ich mich, welcher Teufel diese beiden Attribute der Hexen gerade dorthin gestellt hat und gerade diesen Morgen auf meinen Weg.

Niedergeschlagen gehe ich weiter auf dem feuchten und finstern Wege. Ein Holzhaus hält mich durch sein ungewöhnliches Aussehen auf. Es ist ein langer, niedriger Kasten mit sechs Ofentüren; Ofentüren!

—Um Gotteswillen, wo bin ich denn?

Das Bild der Danteschen Hölle spukt vor mir, mit den Särgen, in denen die Sünder rot geglüht werden ... und die sechs Ofentüren!!

Ein Alp? Nein, niedrige Wirklichkeit, die sich durch einen furchtbaren Gestank, einen Strom von Kot, einen Chor grunzender Schweine verrät.

Der Weg verengert sich, wird zu einem Gang zusammengedrängt, zwischen dem Berg und dem Haus des Müllers, gerade unter dem Türkenkopf.

Ich gehe weiter, aber im Hintergrund sehe ich eine mächtige dänische Dogge mit dem Fell eines Wolfes liegen, ganz ähnlich jenem Ungeheuer, welches das Atelier in der Rue de la Sante zu Paris bewachte.

Ich weiche zwei Schritte zurück; erinnere mich aber an den Wahlspruch des Jacques Coeur, "Einem tapferen Herzen ist nichts unmöglich", und dringe in die Schlucht ein. Der Cerberus tut, als sehe er mich nicht, und ich gehe weiter, jetzt zwischen zwei Reihen niedriger und düsterer Häuser. Da ist ein schwarzes Huhn ohne Schwanz und mit einem Hahnenkamm; dann eine Frau, die von weitem schön zu sein scheint und auf der Stirn einen blutroten Halbmond trägt; aus der Nähe gesehen, hat sie keine Zähne mehr und ist hässlich.