"Nach der Legende blähte sich der durch seinen Vater unterrichtete Bhrigu vor Hochmut und bildete sich ein, seinen Meister zu übertreffen. Der sandte ihn in die Unterwelt, wo er zu seiner Demütigung tausend Schrecken beiwohnen muss, von denen er nie etwas geahnt hatte."
Das hiess also: der Hochmut, die Anmassung, die Hybris, bestraft durch meinen Vater und Meister. Und ich befand mich in der Hölle, von den Mächten dahingejagt. Wer war denn mein Meister? Swedenborg?
Ich blätterte in dem wunderbaren Buch weiter.
?Man vergleiche mit dieser Fabel die germanische Mythe von den Dornenfeldern, welche die Füsse der Ungerechten geisseln....
Genug! Genug! Die Dornen auch! Das ist zu viel!
Kein Zweifel, ich bin in der Hölle! Und wirklich bestätigt die Wirklichkeit diese Phantasie in einer so plausiblen Weise, dass ich ihr schliesslich glauben muss.
Der Docktor scheint zwischen den verschiedensten Gefühlen zu schwanken. Bald ist er gegen mich eingenommen, sieht mich über die Achsel an, behandelt mich mit einer demütigenden Brutalität; bald ist er selbst ganz unglücklich und pflegt und tröstet mich wie ein krankes Kind. Ein anderes Mal freut er sich, einen Mann von Verdienst, den er früher geschätzt hat, unter die Füsse treten zu können. Dann macht er den Henker und predigt mir vor.
—Man muss arbeiten, man muss einen übertriebenen Ehrgeiz unterdrücken, man muss seine Pflicht gegen Vaterland und Familie erfüllen. Lass die Chemie; es ist eine Chimäre, es gibt so viel Spezialisten, die Autoritäten sind, Gelehrte von Beruf, die ihre Sache verstehen....
Eines Tages schlägt er mir vor, für die letzte Stockholmer Zeitung zu schreiben.
—Die zahlt!