Am andern Tage nehme ich wieder eine prächtige Gruppe zweier berauchter Gnomen oder Kobolde heraus, die sich umarmen, während die Kleider flattern. Es ist ein Meisterwerk primitiver Skulptur.
Am dritten Tag ist es eine Madonna mit dem Kinde, in byzantinischem Stil, von einer unvergleichlichen Linie.
Ich lasse alle drei auf meinem Tisch liegen, nachdem ich sie mit schwarzer Kreide abgezeichnet habe.
Ein befreundeter Maler besucht mich; er betrachtet die drei Statuetten mit wachsender Neugier und fragt mich:
—Wer hat das gemacht?
—Gemacht?
Um ihn auf die Probe zu stellen, nenne ich den Namen eines norwegischen Bildhauers.
—Wirklich? Ich hätte sie Kittelsen, dem berühmten Illustrator der skandinavischen Sagen, zugeschrieben.
Ich glaube nicht an die Existenz von Teufeln, aber ich bin begierig, zu sehen, welchen Eindruck meine Statuetten auf die Spatzen machen, die gewohnt sind, vor meinem Fenster Brot zu bekommen; ich stelle die Figuren also aufs Dach.
Die Spatzen erschrecken und halten sich fern. Es ist also eine Ähnlichkeit vorhanden, welche selbst die Tiere wahrnehmen können; es liegt eine Wirklichkeit hinter diesem Spiel der trägen Materie und des Feuers.