Jawohl, die Erhebung! Doch die andern, die ihr Leben auf den Knien zubrachten, unter Anbetung und Selbstverleugnung, und die alle desavouiert worden sind!
Geben wir zu, dass die Lage verzweifelt ist! Und dass wir alle dem Weltfürsten überliefert sind, um in den Staub gebeugt und erniedrigt zu werden, auf dass wir uns vor uns selber ekeln, auf dass wir Heimweh nach dem Himmel empfinden! Selbstverachtung, Entsetzen vor der eigenen Persönlichkeit, gewonnen durch die vergeblichen Anstrengungen, sich zu bessern: das ist der Weg zu einem höheren Dasein.
Und behalte noch eine Sache im Gedächtnis: der Weg nach Rom, der Kaiserweg, führte durch Canossa!
[10.]
Der Geist des Widerspruchs.
Trotz aller Marter, die ich ausgestanden habe, hält sich der Geist des Aufruhrs aufrecht und redet mir Zweifel ein, ob die Absichten meines unsichtbaren Wegführers wohlwollend sind.
Ein Zufall (?) hat mir die "Zauberflöte", Schikaneders Operntext, in die Hand gegeben. Die Prüfungen und Versuchungen des jungen Paares flössen mir den Gedanken ein, dass ich mich von den verleitenden Stimmen habe täuschen lassen; da ich die Mühen und Leiden nicht habe aushalten können, habe ich mich gekrümmt und sei unterlegen.
Sogleich erinnere ich mich an Prometheus, der immer die Götter anspeit, während der Geier seine Leber zerfleischt. Und zuletzt wird der Aufrührer, ohne öffentliche Abbitte zu leisten, in den Kreis der Olympischen aufgenommen.
Das Feuer ist jetzt angezündet, und sogleich tragen die bösen Geister Nahrung herbei.