Am folgenden Tage dagegen, als ich mich wieder an die Stelle begeben hatte, dieses Mal allein, sah ich eine ganze Menagerie.
Die Erzählung dieses Abenteuers mag geschlossen werden, indem ich auf die Beschaffenheit dieser Überreste einer präadamitischen Skulptur hinweise. Die Okkultisten leiten nämlich deren Ursprung vom Menschengeschlecht der Atlaszeiten ab und stellen sie auf dieselbe Linie wie die Kolossalsteinbilder der Osterinseln und der Wüste Gobi. Olaus Magnus erwähnt sie auch und hat sie in grosser Menge an der Küste von Broviken in Ostergötland gefunden. Swedenborg legt ihnen eine symbolische Bedeutung unter und hält sie für Kunsterzeugnisse des Geschlechts des silbernen Zeitalters. (Vergleiche "Delitiae sapientiae".)
Nach dem zu urteilen, was sich in dem begrenzten Kreise, in dem ich lebe, zeigt, erlauben die Mächte mir nicht, meine Bekanntschaften zu wählen; noch weniger, jemand zu verschmähen, wer es auch sein mag. Wie alle anderen werde ich von Sympathien und Vorliebe für gewisse Arten von Naturen beherrscht. Gegenwärtig suche ich ernst angelegte Menschen, denen ich meine Gedanken mitteilen kann, ohne mich unpassendem und verletzendem Scherz auszusetzen. Die Vorsehung hat mir einen Freund geschickt, den ich wegen seiner reinen Atmosphäre hochachte. Gleich einem verzogenen Kind fange ich an die andern, ungekünstelte Seelen ohne Schwung, die zuweilen Vergnügen an Grobkörnigkeiten finden, zu missachten.
Aber im selben Augenblick, da ich mich zurückziehe, ist mein Freund aus der Stadt gereist; die andern kann ich nirgends treffen, und in meiner Isolierung werde ich genötigt, mich so zu demütigen, dass ich die Gesellschaft von unbedeutenden Menschen erbettle, mit denen mein gewöhnlicher Freundeskreis nicht verkehrt. Doch nachdem ich einige Erfahrungen in dieser Richtung gemacht habe, erneuert sich schliesslich meine alte Entdeckung, dass der Unterschied zwischen Mensch und Mensch nicht so gross ist, wie man sich vorgestellt hat; tatsächlich habe ich unter dem niederen Volk wirkliche Gentlemen getroffen, und wie manchen Heiligen und Helden habe ich nicht ahnend in der Schar der Verachteten unterschieden?
Andererseits behauptet man ja: "Schlechte Gesellschaft verdirbt gute Sitten". Wo gibt es denn die schlechte Gesellschaft? Und wo wäre die gute?
Angenommen, wie ich getan habe, eine Mission sei mir auferlegt worden, als ich mich in einer fremden Stadt niederliess, ohne selbst zu wissen warum, was habe ich hier zu tun? Gute Sitten zu predigen? Mein Gewissen antwortet mir: durch dein Vorbild. Aber nun nimmt mich niemand zum Vorbild! Und was würde es nützen, suchte ich junge Männer, die nicht so viel gesündigt haben wie ich, zu moralisieren?
Übrigens scheint das Zeitalter der Propheten zu Ende zu sein; die Mächte wollen nichts mehr von Priestern wissen, sonder haben selber die Regierung über die Seelen wieder aufgenommen; man braucht nicht lange zu suchen, um Beispiele dafür zu finden.
Einer unserer Dichter ist neulich vor Gericht beschieden worden infolge einer Sammlung Gedichte, in der man unsittliche Stellen gefunden hat. Von der Jury freigesprochen, findet er doch keine Ruhe.
In einem der Gedichte hat er den Ewigen zum Ringkampf herausgefordert, auch wenn der Streit in der Hölle abgemacht werden müsse. Es sieht aus, als sei die Herausforderung angenommen worden und der junge Mann wie ein gebrochenes Rohr gezwungen, um Gnade zu bitten.
Eines Abends, als er in der fröhlichen Gesellschaft der Freunde sitzt, geschieht es, dass eine den exakten Wissenschaften unbekannte Kraft ihm die Zigarre entreisst, so dass sie zu Boden fällt.