Ich eile mit der guten Nachricht zu meiner Mutter.
—Da sieh, dass ich nicht verrückt bin.
—Nein, du bist nicht verrückt, du bist nur krank, und der Arzt rät dir körperliche Übungen an, zum Beispiel Holz hacken....
—Ist das auch gut gegen die Frauen oder nicht?
Diese unüberlegte Antwort trennt uns. Ich habe vergessen, dass eine Heilige doch immer eine Frau bleibt, das heisst die Feindin des Mannes.
Alles ist vergessen, die Russen, die Rotschilde, die Schwarzkünstler, die Theosophen, selbst der Ewige. Ich bin das Opfer, Hiob ohne Schuld, und die Frauen haben Orpheus, den Autor von "Sylva Sylvarum", den Erwecker der toten Naturwissenschaften, töten wollen. In Unschlüssigkeit aller Art befangen, schiebe ich den neugeborenen Gedanken, dass die Mächte zu höherem Zweck in übernatürlicher Weise eingreifen, beiseite und vergesse, die einfache Kenntnis, die ich von einem Attentat habe, dadurch zu vervollständigen, dass ich nach dem suche, der es angestiftet hat.
Brennend vor Begierde, mich zu rächen, setze ich einen Brief auf, in dem ich der Pariser Polizeipräfektur Anzeige erstatte; dann einen zweiten, den ich an die Pariser Zeitungen richte; da macht ein gutgeführter Umschwung diesem langweiligen Drama, das in eine Farce auszulaufen drohte, eine Ende.
An einem graugelben Tage, gegen ein Uhr nach dem Mittagessen, äussert meine kleine Christine den dringenden Wunsch, mich in das Häuschen zu begleiten, wo ich mein Mittagsschläfchen zu halten pflege.
Es ist unmöglich, ihr zu widerstehen, und ich gebe ihren Bitten nach.
Als wir oben sind, befiehlt meine Christine Federn und Papier. Dann will sie illustrierte Bücher haben. Und ich muss dabei sein, muss erklären, muss zeichnen.