SPLITTER
Wenn ich jemanden bitte, eine Sache, die mir wert und lieb ist, nicht anzurühren (man schaut nämlich mit die Augen, net mit die Pratzen), so ist er beleidigt. „No no no, i friß Ihnen nix weg!“ „Hoffentlich,“ sage ich, „das wär noch schöner!“
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Ich habe eine Freundin, die immer eine Ausrede hat, um dazubleiben; und eine, die immer eine Ausrede hat, um nicht dazubleiben. Jetzt denke ich in einem fort nach, welche mich weniger stört!?
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Aphorismen sind das, was, wenn es einem anderen einfällt, er daraus einen langen Essay macht! Gott sei Dank fällt es ihm aber nicht ein!
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Ich teile die Frauen ein, man muß nämlich alles einteilen, in solchene, die immer denken: „Wie wäre es doch, wenn dieser oder jener — — —!?“ Und in solche, die das nie denken. Die ersteren sind allein gefährlich! Aber auch die anderen sind nicht ungefährlich. Denn wenn sie bei einem picken bleiben, bleiben sie picken! Und das ist nicht jedermanns letzte Träumerei!
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Wollen Sie alle Fäden in der Hand haben, um Menschen wie Marionetten zu dirigieren?!? Nehmen Sie doch nur die drei Fäden: Eitelkeit, Geldgier, Sexualität! Schon danach tanzen sie ganz korrekt. Nehmen Sie aber noch dazu die drei anderen Fäden: Neid, Eifersucht und Stupidität, so haben Sie ein ganz nett ausgeführtes Marionettenspiel! Wenn Sie z. B. der Dame Ihres Herzens, sagen wir nämlich Herzens, sagen: „Artur gefällt Ihnen also ernstlich?! Er hat gesagt, Sie hätten keine aristokratischen Fingernägel!“, so lassen Sie schon die öde Puppe ganz nett tanzen! Oder zu einem Herrn: „Marie sagte, im Schwimmkostüme auf dem Bild enttäuschten Sie! Sonst wären Sie ein ganz netter Mensch!“
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Man muß sich „nach der Decke strecken!“ Ja, aber nach der leichten, wärmenden, schützenden!
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Wenn eine Frau häßlich ist und es spürt, wird sie entweder eine Viper oder eine Heilige!
Wenn eine Frau schön ist und es spürt, wird sie entweder eine Hetäre oder — — — eine reiche Hausfrau!
Nun werdet ihr mir sagen: „Aber, Herr Altenberg, es gibt doch auch noch andere Menschen!“
Ja, im verklärten Lichte eures Idiotismus, nicht in dem düsteren Scheine unserer Weisheit!
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Wenn eine schöne Frau „aus dem Leim gegangen ist“, so ist in ihr eine ewige Trauer. Aber das sieht nur der Dichter. Weil er selbst in ewiger Trauer ist über die Unzulänglichkeiten der Welt.
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Wenn man sich nicht umbringt, so lebt man weiter. Aber lebt man wirklich weiter?!
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Verlogenstes Wort: „Ich hab ihn sehr gern, aber er geht mir auf die Nerven!“
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Ideale: Ich trage ihm ebenso gern das Nachtgeschirr hinaus als ich ihm den Tee serviere!
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„Sagen Sie aufrichtig, Herr Peter, ist Ihnen ein Stück Emmenthaler wie Sie sagen ‚mit tränenfeuchten großen Augen‘, nicht doch lieber auf einer silbernen Schüssel kredenzt mit silbernem Messer?!“
„Nein, auf einer lasierten Bauern-Tonschüssel und mit den Händen!“
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„Haben Sie also gar keinen Sinn für Raffinement?!“
„Ja, für das Raffinement idealer Finger, idealer Fußzehen, geraden Rückens, gewölbtesten Brustkorbes, federnden Ganges, der Eidechsenanmut, reinsten Teints, süßesten Atems und für das Raffinement leicht weinender Seele!“
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Keine Frau hat doch eine Ahnung, was ein Dichter ist, einer, der um alle Gemeinheiten und Ungerechtigkeiten der Welt sich abhärmt und daran krank wird! Für sie ist ein Dichter einer, was für sie schwärmt! Nebbich! Kann man denn ernstlich für sie schwärmen, wenn sie nicht mindestens so zart, so nobel, so feinfühlig ist wie eine Dichterseele?!
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Einsicht nehmen, in die Dinge des Lebens, Vorbereitungsklasse, sogenannte Taferlklasse, Abc-Taferlklasse des Lebens!
Voraussicht: Reife des Lebens! Abiturium!
Einsicht ist: Der Tag und die flüchtige vergängliche Stunde!
Voraussicht: Die Ewigkeit! Die ewige Entwicklung!
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„Ehret die Frauen! Sie flechten und weben — —.“
Aber nur die, die wirklich flechten und weben!
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Was du an deinem Hunde an Zärtlichkeit vergeudest, entziehst du den Menschen. So groß, meine Liebe, ist dein Zärtlichkeitskapital ja doch nicht, daß du es nach allen Seiten hin spenden könntest!
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Meine Gedanken sind gut! Gebt ihr die guten Taten dazu! Damit das Ganze einen Sinn habe!
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Nachdem Dr. Egon Friedell das tiefste Buch geschrieben hatte, über das moderne Werden, über mich, hat er mich prompt verleugnet! Weil die anderen das Buch nicht verstanden haben, absichtlich nicht verstehen wollten! Nicht ein jeder ist eben zum Märtyrer seiner höheren Erkenntnisse geboren! Es muß auch — — — gute Schriftsteller schlechtweg geben!
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Man kann nur gute Geschäfte machen wollen, nicht schlechte! Auch „schenken“ muß ein recht günstiges Geschäftchen sein, das man im stillen mit seiner eigenen Seele effektuiert! Ein nettes Profitchen an innerer Befriedigung muß dabei herausschauen!
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Auf dem Antlitz eines jeden steht es genau eingeschrieben und deutlich abzulesen, ob er einem eine besonders feine Zigarette mit Freuden oder mit Leid anbietet!
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Dichter sein ist, ein besseres Gedächtnis haben für Eindrücke, für schlechte und gute! Das rumort dann in einem und will irgendwie heraus! Einem Dichter kommt es zufällig bei der Seele heraus!
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Jeder Mensch will sich ununterbrochen über irgend etwas hinwegtäuschen. Dazu sollen ihm die anderen behilflich sein. Die es nicht tun, sind dann „unliebenswürdige Naturen“!
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Die Lebenskunst ist, jemandem eine entsetzliche Wahrheit sagen können, ohne daß er beleidigt ist! Seine Waffe nämlich ist: „Ich bin beleidigt!“ Du mußt in der Lage verbleiben, ihm noch einen zweiten und dritten Schuß zu versetzen. Beleidigt darf einer erst sein, bis es mir paßt, nicht ihm!
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„Sagen Sie mir, daß ich gut aussehe!“ „Bezahlen Sie mir dafür zehn Kronen?!“ „Ja!“ „Soviel ist es Ihnen wert?! Sie sehen miserabel aus!“
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Es gibt, nach Gottes Plänen, nur eine Entwicklung nach aufwärts. Aber ein jeder muß dazu extra noch ein bißchen beitragen, daß es doch nicht vielleicht zufällig nach abwärts gehe! Auch das liegt nämlich in Gottes Plänen!
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England hat sich für Belgiens Neutralität eingesetzt, die Deutschland mißachtet hat?! Hätte sich England auch für Belgiens Neutralität eingesetzt, wenn Frankreich sie mißachtet hätte?! Nun also!
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Japan läßt sich in europäische Interessensphären hineinziehen. Das heißt, es läßt sich ausnützen und anschmieren! Wenn nur alle wüßten, daß es in keiner Sphäre des menschlichen Wirkens keine Freundschaft nicht gibt, sondern nur Geschäftchen!
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Kann man von seinem „behandelnden Arzte“ verlangen, daß er uns frage: „Hat Sie vielleicht Ihre Geliebte geärgert?!?“ Also, dann kann man, soll man von seinem „behandelnden Arzte“ gar nichts verlangen! Er hätte nämlich als anständiger Mensch hunderttausend Fragen zu stellen! Aber das wäre geradezu unanständig! Er fragt daher diskret: „Magen?! Darm?!“ Sexuelle Dinge fragt er schon nicht. „Sie sollten eine Zeitlang, sechs Monate, keusch leben!“ Arzt, Mensch, Ochs, willst du deine „Praxis“ denn ganz einbüßen?!? Sei also nicht naseweis!
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„Wenn ich dir sage, du habest ‚semmelgelbe‘ Haare, bist du gekränkt, Geliebte. Wenn ich dir sage ‚weizengelbe‘ Haare, bist du versöhnt. Wenn ich dir sage ‚sonnengelbe‘ Haare, bist du befriedigt!“
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Die reichen Juden haben die Nüchternheit erfunden! „As ma Geld hat, was braucht ma Schnaps?!“
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Zeit-Diebinnen: „Können Sie sich morgen vielleicht von 6–10 für mich freimachen?!“
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„Für jemanden muß man doch um Gotteswillen da sein, der einen brauchen kann!“ sagte der Mann und ließ sich von einer Wanze sein Blut wegtrinken!
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Er sagte nicht „Geliebte“ zu ihr, denn das ist kein Ehrentitel. Er sagte: „Du Mehrerin meiner Lebenskräfte!“
An eine herzlose Kokette: „Mit einem Wort, Fräulein, wo Sie hintreten, wächst kein Gras mehr!“
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Schlecht sein ist gar nicht so schlecht wie dumm sein!
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Der Dumme hat eine Ausrede für sich. Daß er dumm ist. Das ist das Gefährliche. Daß man es für eine Entschuldigung hält. Es ist — — — eine Anklage!
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„Der flämische Dichter Emile Verhaeren hat eine gewisse wenn auch entfernte Ähnlichkeit in seinem Naturempfinden wie Sie, Herr Peter!“ sagte eine schöne Dame zu mir.
„So, findet er auch, daß Spinat die schönste, weil die gesundeste Pflanze ist?!?“
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Wenn man immer sich besinnen würde: Dr. Herbert Fr. hat mit 28 Jahren den Heldentod erlitten, kann nicht mehr En-Aala dickes Format rauchen, nicht mehr einschlummern und gestärkt erwachen, nicht mehr Mitzi Thumb bewundern, nicht mehr froh sein seiner ökonomischen Sorgenlosigkeiten — — — nun, was wäre dann?! Dann würde man ihn vielleicht noch immer um seinen raschen leichten Heldentod beneiden!
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Eigenlob — duftet: „Ich habe nie einen Taktfehler begangen, außer, wenn ich ihn begehen wollte!“
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Wenn du ein Schwein schlachten zusehen kannst, ein Reh erschießen, einen Fisch abschlagen, dann kannst du auch eine Menschenseele abschlachten!
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Wieviel edle Rücksicht haben Frauen für ihren Papagei, der nur ewig „Lora“ schreit, und wie wenig Rücksicht für ihre Dienstboten!
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Die Ehre einer Mutter müßte es sein, ihr Töchterchen besser, tiefer zu verstehen, als es Tolstoi, Dostojewsky, Hamsun, Altenberg verstünden, wenn sie sie kennen lernten! Aber sie verstehen sie schlechter, flacher sogar als ein jeder ihrer konventionellen begehrlichen Liebhaber und Verehrer! Und dann beklagt sich die Mutter über „Entfremdung“! Sie, diese Fremdeste!
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Mein Stubenmädchen und das reizende böhmische Küchenmädchen hatten direkt nichts mehr zu beißen. Infolgedessen kauften sie sich für das letzte Geld die Delikatesse „Wassermelone“, eine riesige dunkelgrüne Kugel, innen fleischfarbig mit schwarzen Kernen, aßen sich toll und voll, und hatten die ganze Nacht Bauchkrämpfe. Als ich ihnen Vorwürfe machte, sagten sie: „Etwas will man doch auch um Gotteswillen von seinem Leben haben!“ Ja, Bauchkrämpfe!
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Die Natur zeigt uns, daß der Spätherbst nicht minder prächtig, anziehend, romantisch ist als der Vorfrühling! Jedes hat seine Prächte! Geist und Seele seien eure Prächte, Spätherbstler!
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Sich altern fühlen, heißt, daß man schon längst alt ist und vielleicht immer war! „Solang mir noch mein Zigarrl schmeckt“, ist nur eine senile Stupidität. „Solang mich noch die Almwiese freut“, ist eine jugendliche Menschlichkeit!
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Wenn der Patient doch wenigstens ganz aufrichtig, ganz wahrheitsgetreu dem Arzte sein Leiden schildern möchte! Dann würde der Arzt noch weniger verstehen als bei einer für seine Auffassungskraft adaptierten Schilderung seitens des Kranken! Dieser erzählt eben nur gerade so viel als er glaubt noch verstanden zu werden! Also gar nichts Wahres über seine eigenen Mysterien und Rätselhaftigkeiten! Ich bin nicht gegen das, was die Ärzte wissen! Ich bin nur gegen das, was sie nicht wissen! Ich bin gegen das, was sie zu wissen glauben! Skeptizismus über sein Wissen ist: Entwicklungs-Möglichkeit zu Neuem, Besserem! Also fast schon Religion! Ad astra!
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Wes Brot ich esse, des Lied ich singe!
Das sagen auch so viele dadurch allein anständig gebliebene Frauen.
Aber ist das wirklich etwas so Heroisches?!
Viel heroischer wäre vielleicht: Wes Brot ich esse, des Lied singe ich noch lange nicht!
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Alle Menschen machen sich etwas vor, das heißt sie machen es natürlich nicht, aber sie hoffen es, ohne ernstlich davon überzeugt zu sein. Außer die ganz Stupiden! Nur dem Dichter können sie nichts vormachen, daher verehren sie ihn, weil sie nicht den Mut haben, ihn zu hassen, as er doch a Dichter is! Aber gern haben sie den nicht, der weiß, was für ein Klumpert sie sind!
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Etwas Schreckliches aus Haß zu sagen, das verstehe ich. Aber etwas aus Hetz zu sagen, damit sich einer „giftet“, das verstehe ich nicht. Worte seien Geschosse in einem ernsten Wortgefechte!
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Ein jeder hat sein „Packerl“ hienieden zu tragen. Am schwersten der Diskrete, der niemand davon erzählt. Der andere gibt wenigstens einen Teil der Last ab, an den Tragesel, den er mit seinen Erzählungen belästigt!
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Wenn man denkt, welche Männer nicht erhört werden, und welche Skier-Matadore erhört werden, dann — — — weiß man alles!
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Kannst du eine Frau zärtlich liebhaben im Momente, da sie gähnt oder das Gähnen mit Anstrengung zu unterdrücken sucht?! Siehe, solcher Augenblicke gibt es aber Hunderttausende!
„Weshalb sind Sie so streng mit uns, Herr Peter?!“
„Seid ihr nicht noch strenger mit uns, die wir doch nicht anmutig zu sein haben!?“
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Die Roheit der Menschen zeigt sich nicht erst im Krieg, sondern bereits im privaten friedlichen Verkehre!
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Der Hochstand der Chirurgie beweist nur den Tiefstand der „internen Medizin“! Statt zehn Jahre vorher den Krebs zu diagnostizieren und zu heilen, operiert man den bereits unheilbar gewordenen zehn Jahre später!
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La danseuse.
Tu as deux chances — — — ta danse et ton lit!
La danse est éternelle, et le corps flétrit!
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Briefwechsel.
„Venez demain avec moi au théâtre. Et puis, nous verrons!
Sophie.“
„Non, je ne viendrai pas. La manière dont vous avez donné la main à monsieur B. de G., m’a fait subitement écrouler toutes mes tendresses, comme Messine sous la cendre fatale!
P. A.“
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Ein junges Mädchen, das in meinem Zimmerchen an der Wand einen gelben getrockneten Dornrochen hängen sah, sagte: „Er sieht aus wie ein kleiner Teufel! Aber die wirklichen Teufel sind die, denen man es gar nicht ansieht!“
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„Weshalb haben Sie diesen schrecklichen Fisch über Ihrem Bette hängen, diesen Dornrochen?! Gefällt er Ihnen vielleicht?!“
„Märchenwunderwelt des Meeres! Aber das verstehen Sie nicht, mademoiselle!“
„O doch! Ein anderes Wort für ‚Exzentrizität‘!“
„Jawohl, ein anderes Wort!“
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„Herr Peter, Ihre kleinen Sachen — — —.“
„Sie meinen wohl meine kurzen Sachen — — —.“
„Also gut, Ihre kurzen Sachen, aber weshalb so kleinlich und empfindlich sein?! Ich wollte ja sagen: gefallen mir sehr gut!“
„Ja, wollten Sie mir denn vielleicht sogar mitteilen, daß Ihnen meine kleinen Sachen auch noch mißfallen?!“
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Peter, Sie sind ein guter Dichter. Aber Sie wären ein ebenso guter Cafetier, Hotelier oder Geschäftsmann geworden! Sie sehen nämlich bei jeder Sache, die Sie sehen, alle ihre Seiten, und nicht nur wie wir, immer nur gerade die Seite, die uns zu sehen paßt! Insofern wären Sie ein schlechter Ehemann, ein schlechter Liebhaber. Denn die müssen die Beschränktheit haben, auch die ihnen nicht konvenierenden Dinge nicht zu sehen!
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An Mitzi Th.
Es ist leichter, ganz auf Sie zu verzichten als, wenn Sie sich bücken, nicht die Hand segnend auf Ihr braunes Haar zu legen!
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Alles kann man in der Welt, nur das eine nicht: einem Mädel, dem man einmal zwanzig Kronen geschenkt hat, ein nächstesmal zehn Kronen geben. Das kann man nicht!
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Weltenliebe:
Könnten Sie auch ein Liebesverhältnis haben mit einem edlen Mineral oder mit Spinat?! Mit allen Dingen dieser Erde, nur nicht mit einer häßlichen Frau!