LIEBESGEDICHT

Was du mir spendest,

zahl ich dir zurück, mit anständigen Zinsen,

mit dem Gelde meiner Seele, meines Geistes,

Anna!

Wuchergeschäfte wollen wir nicht machen — — —

dazu sind wir beide zu intelligent.

Zu bald würde der Übervorteilte es spüren! Und

traurig werden! Atonie der Seele!

Reinliche Geschäfte der Seele und des Leibes

geziemen dem Weisen des Daseins!

Und wir sind, wir sind nun einmal da in dieser Welt,

können uns nicht entziehen, auf die Dauer!

Was du mir spendest,

zahl ich dir gern und leicht zurück;

und meinem Geiste hast du deinen, wenn auch

von mir erworbenen, entgegenzubieten,

und noch dazu gratis die weißen Beine und die

goldenen Haare und die Kinderbrüste!

Siehe, ich muß mich also direkt anstrengen,

das durch Anmut meines Geistes und Kraft und

Weltenweisheit auszugleichen,

was du von selbst durch Schicksals Gnade spendest!

Drum sind wir, siehe, leider dennoch ewig in eurer Schuld, Anna!

Ein Blick von dir — — —

und im Schuldbuch steht: „Peter, du schuldest

ihr noch Milliarden!“