KAFFEEKÜCHE

Das braune süße junge Küchenmädchen ging rasch an meinem Zimmer vorüber. Ich sagte: „Sie sind heute blaß, Katharina!“

„Ja, soll man vielleicht rosig sein bei diesen Zeiten?!“

„Was haben Sie?!“

„Ich habe in der Zeitung heute gelesen, daß mein Geliebter verwundet ist!“

„Wohin gehen Sie jetzt?!“

„Jetzt gehe ich Kaffee kochen, bis zehn abends. Da muß man doch wenigstens die ganze Zeit aufpassen, daß er nicht zu schwach und besonders nicht zu stark wird!“

„Katharina, mit Ihnen zugleich trauern Tausende!“

„Wenn ich nur wüßt, wohin sie ihn angeschossen haben!? Daß er nicht zuviel leidet. Ich wär schon damit zufrieden, wenn’s in die Arme oder in die Beine gegangen wäre!“

Sie beginnt zu weinen und sagt: „Fremde Menschen belästigen mit seinen Sachen! Das auch noch! Adieu, Herr Peter! Wie kommen Sie dazu?! Bitte um Entschuldigung!“